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Wettstreit mit Worten: "Jugend debattiert"

Das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking ist Partnerschule des bundesweiten Wettbewerbs "Jugend debattiert".

Die Idee hinter dem Projekt ist es, sprachliche und politische Bildung sowie Meinungs- und Persönlichkeitsbildung zu fördern. "Jugend debattiert" beginnt für unsere Schülerinnen und Schüler ab der Klasse 9. Im Rahmen des Deutschunterrichts erarbeiten Schülerinnen und Schüler mit ihrer Lehrkraft mit speziellen Unterrichtsmaterialien das Debattenformat von Jugend debattiert. In einer Debatte äußern sich jeweils vier Jugendliche zu aktuellen schulischen und gesellschaftspolitischen Streitfragen.

Im Rahmen unseres Schulwettbewerbs am 22.12.2015 wurden im Halbfinale die Streitfragen „Soll der Samstagsunterricht wieder eingeführt werden?“ und „Soll in der Schule die Nutzung von Smartphones zu Unterrichtszwecken erlaubt werden?“ debattiert. Im Finale am 23.12.2015 konnten die vier Gewinner des Halbfinales vor ca. 100 Mitschülern aus der 9. Jahrgangsstufe in der Alten Aula unter Beweis stellen, dass es sich auch über aktuelle und brisante Themen äußerst sachlich debattieren lässt. Frederic Heueis, Sandra Kubalek, Yannick Nieland und Carla Suckfüll setzten sich mit der Streitfrage „Sollen alle Schülerinnen und Schüler ab Klasse 11 unserer Schule verpflichtet werden, sich für Asylbewerber in Icking zu engagieren?“ auseinander. Es war beeindruckend zu sehen, wie differenziert sich die Jugendlichen mit diesem Thema auseinandergesetzt und unterschiedliche Standpunkte debattiert haben.

Im Wettbewerb dauert eine Debatte 24 Minuten. Jeder erhält zunächst zwei Minuten ungestörte Redezeit, in der er seine Position Pro oder Contra darlegt. Es folgen zwölf Minuten freie Aussprache. Für ein Schlusswort steht jedem Teilnehmer eine Minute zur Verfügung. Eine Jury bewertet die Debattanten öffentlich nach Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und Überzeugungskraft.

Nachdem die Teilnahme am Wettbewerb "Jugend debattiert" auf freiwilliger Basis erfolgt, sind alle Schülerinnen und Schüler der 9. Klassen verpflichtet, ihre im Unterricht erlernten Fähigkeiten in einer mündlichen Schulaufgabe unter Beweis zu stellen. Diese Schulaufgabe wird nach denselben Kriterien wie der Wettbewerb durchgeführt und ersetzt einen großen schriftlichen Leistungsnachweis.

Für unsere beiden Schulsieger Yannick Nieland und Carla Suckfüll (auf dem Foto mit ihren Lehrern Caroline Reigl und Markus Gehrke)  hat die Jugend debattiert-Reise gerade erst begonnen. Am 17.02.2016 findet an unserer Schule der Regionalwettbewerb statt. Dazu kommen die Schulsieger aus 13 verschiedenen Gymnasien aus dem Bezirk Oberbayern-West an das Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium, um ihre kommunikativen Fähigkeiten erneut unter Beweis zu stellen. Es bleibt zu hoffen, dass sie auch dort erfolgreich abschneiden, um auf der nächst höheren Ebene – dem Landeswettbewerb – das Ticket nach Berlin zu lösen. Dort findet dann im Juni 2016 das Bundesfinale von Jugend debattiert statt.

Aber auch an unserer Schule geht die Jugend debattiert-Reise weiter. In der 11. Jahrgangsstufe haben unsere Schülerinnen und Schüler dann die Herausforderung, im Fach Englisch ihre Debattierfähigkeit zu schulen und auszubauen. Im Rahmen des Englischunterrichts bereiten die Lehrkräfte mit adaptierten Unterrichtsmaterialien ihre Schülerinnen und Schüler auf die mündliche Schulaufgabe vor, die nach den Prinzipien des Wettbewerbs durchgeführt wird. So haben die Jugendlichen die Möglichkeit, auch in der Fremdsprache ihre kommunikativen Fähigkeiten zu erproben zu festigen.

Wer von unseren Schülerinnen und Schülern vom Debattieren bis dahin nicht genug bekommen hat, kann in der Qualifikationsphase der Oberstufe im Rahmen eines P-Seminars Rhetorik seine Fähigkeiten im Debattieren und in der freien Rede weiter verfeinern. In vor Publikum gehaltenen Reden und beim Jugend debattiert-Schulwettbewerb (Sekundarstufe II) können sich die Zuhörer von der Freude unserer Schülerinnen und Schüler beim Wettstreit mit Worten begeistern und anstecken lassen.