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Die Deutsche Schülerakademie – Ein Erfahrungsbericht von Antonia v. Unold (Q12)

Die deutschen Schülerakademien sind Feriencamps der Stiftung Bildung und Begabung zur Förderung begabter SchülerInnen. Jedes Jahr gibt es im Sommer 7 Akademien mit je 6 Kursen, die somit eine große Bandbreite an Interessen abdecken und Inhalte behandeln, die über den Unterricht hinausgehen.

Ich war vom 13.7.-29.7.17 in Roßleben, einem kleinen Ort in der Nähe von Erfurt in Thüringen, in einer Klosterschule mit Internat. Dort waren 94 Teilnehmer und 16 Kurs- bzw. Akademieleiter. Auf der Akademie gab es sechs verschiedene Kurse, von denen ich den Kurs „Sichere Datenübertragung“ belegt habe. Dort haben wir die mathematischen Grundlagen erarbeitet, die man braucht, um Codes zu entwickeln, mit deren Hilfe man möglichst viele Fehler bei einer Datenübertragung korrigieren bzw. erkennen kann. So einen Code haben wir gegen Ende des Kurses entwickelt und uns am Beispiel einer CD angeschaut, wie große Kratzer man damit ausbessern kann. Andere Kurse haben sich beispielsweise mit den Themen Filmanalyse oder Marktversagen beschäftigt.

Nach etwa 1 ½ Wochen haben wir im Rahmen der Rotation den Teilnehmern der anderen Kurse in 2er-3er Gruppen vorgestellt, was wir bis dahin in unseren Kursen gemacht haben und dabei geübt, wie man wissenschaftliche Inhalte präsentiert, aber auch, wie man Feedback gibt. Außerdem haben wir am Ende der Akademie in der Dokumentation die Inhalte des Kurses schriftlich festgehalten und dabei erste Erfahrungen gemacht, wie man einen wissenschaftlichen Text schreibt. Dabei haben wir auch das Programm LaTeX kennengelernt, mit dem viele wissenschaftliche Texte erstellt werden.

Außerhalb des Kurses gab es viel Freizeitprogramm. Jeden Tag veranstalteten die Teilnehmer oder Akademie- bzw. Kursleiter sogenannte KüAs (kursübergreifende Angebote), die teilwiese bis tief in die Nacht gingen, da es keine allgemeine Bettruhe gab. Dabei konnte man alles machen, was man wollte. Von vielen Sport-KüAs, wie z.B. Tennis, Volleyball, Basketball, Badminton, Yoga, etc., über Diskussionsrunden, Highschool-Musical nachtanzen, verschiedenste Gesellschaftsspiele wie Werwolf, Poker, etc., Sprachkurse, Backen/Kochen bis hin zu Kuschelrunden oder gemütlichem Musikhören war alles dabei. Außerdem gab es jeden Tag verschiedenste Musikangebote, wie Orchester, Big Band, verschiedene Chöre, Ensembles oder sogar Einzelunterricht. Zusätzlich zu dem alltäglichen Programm gab es zwei Partys, einen bunten Abend, zwei Konzerte, ein Quidditch-Turnier und einen Exkursionstag mit Städtebesichtigung, Radfahren, Wandern oder Kanufahren. Außerdem gab es als Treffpunkt das Gildenhaus mit Couches, Tischen, einer Küche, einem Billardtisch und einem Kicker.

Das besonders Schöne an der Akademie war die besondere Atmosphäre: Eine unglaublich hohe gegenseitige Wertschätzung, die Begegnung auf Augenhöhe von Kurs- und Akademieleitern und Teilnehmern und die besondere Situation, dass sich zu Beginn alle Teilnehmer fremd waren. Außerdem haben sich aufgrund der vielen gemeinsamen Zeit tiefgehende Freundschaften gebildet. Das Niveau im Kurs war deutlich höher und die Beteiligung und Kursgestaltung ganz anders als im Schulunterricht. Insgesamt war die Akademie eine wunderschöne Zeit für mich, in der ich sehr viel neue, tolle Erfahrungen machen und Freunde aus ganz Deutschland kennenlernen durfte.