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W-Seminar „Energiewende“ (Q11) – Exkursion zu den Münchner Wissenschaftstagen

Am Montag, den 27.11.2017, unternahm das W-Seminar „Energiewende“ Q11, Leitfach Physik) eine Exkursion zu den Münchner Wissenschaftstagen.

Highlight dabei war der Workshop „Megawatts & Marbles – die Energiemanager“, der von Wissenschaftlern des MPI für Plasmaphysik Garching organisiert wurde. Gemeinschaftlich mit Berufsschülern von der Technikerschule für regenerative Energien und Umweltschutztechnik konnten sich unsere Schüler bei einem Planspiel - ursprünglich entwickelt an der University of Victoria (Kanada) - in die Rolle von Energieversorgern versetzen. Ziel dabei war es, in Teams von jeweils sieben Schülern die Energieversorgung für ein Gebiet der Größenordnung Bayerns und Baden-Württembergs über einen Tag zu planen. Jedes Team hatte dabei einen der Wissenschaftler als Betreuer an der Seite.

In einer ersten Runde war eine bestimmte Auswahl von Kraftwerken bestimmter Größen vorgegeben. Produzierte Energiemengen der unterschiedlichen Kraftwerkstypen von jeweils einem Gigawatt wurden hierbei durch Murmeln unterschiedlicher Farben symbolisiert, die zu geeigneten Zeitpunkten ins Spiel gebracht werden mussten. Im Zweistundenrhythmus musste über einen ganzen Tag hinweg die Zusammensetzung der Energieformen neu geplant werden - angepasst an den aktuellen Energiebedarf, die zur Verfügung stehenden Energiemengen der einzelnen Kraftwerke und an die Besonderheiten unterschiedlicher Kraftwerkstypen, wie z.B. an die Wetterabhängigkeit von Windkraftwerken und Photovoltaikanlagen oder die Trägheit von Kohlekraftwerken. Es stellte sich als gar nicht einfach heraus, dabei Netzstabilität und Versorgungssicherheit zu gewährleisten, d.h. nie zu viel oder zu wenig Energie zur Verfügung zu stellen und dabei noch auf einen angemessenen Anteil erneuerbarer Energieformen zu achten. Bei allen Gruppen kam es während des ersten Durchgangs zum Blackout.

In einem zweiten Durchgang des Spiels konnten sich die Teams zu Beginn zunächst ihren eigenen Energiemix zusammenstellen, d.h. sie konnten die Kraftwerkstypen und deren Kapazität zu Beginn selbst festlegen. Hierbei nutzten die Teams natürlich die Erfahrungen des ersten Durchgangs. Mit großem Einsatz gelang es allen drei Teams in diesem zweiten Durchgang tatsächlich die Energieversorgung über den ganzen Tag ohne Blackout zu gestalten und dabei auch noch umweltfreundliche Energieformen zu einem gewissen Anteil mit zu integrieren. Die betreuenden Wissenschaftler waren mit ihren Teams außerordentlich zufrieden. Das reine Ickinger-Team gewann mit einem hauchdünnen Vorsprung von einem Punkt. Die Schüler waren bei der Durchführung des 1,5-stündigen Planspiels hochkonzentriert und motiviert und hatten dabei sehr viel Spaß. Sie hätten alle gerne noch eine weitere Runde gespielt. Den Workshop, bei dem sie im Spiel, die Schwierigkeiten der Energiewende hautnah zu spüren bekamen, empfanden alle als sehr gewinnbringen.    

Anschließend an den Workshop hatten die Schüler noch die Gelegenheit die vielen interessanten Poster- Ausstellungen an den „Marktständen“ in der alten Kongresshalle anzuschauen und sich über neue Forschungsergebnisse aus unterschiedlichen Wissenschaftsbereichen zu informieren. Besonders beeindruckend hierbei war die Ausstellung der Hyperloop-Kapsel, die von jungen Wissenschaftlern der TU München entwickelt wurde und im Jahr 2016 den Wettbewerb des SpaceX Gründers Elon Musk mit großem Vorsprung gewann. So wurde ein insgesamt sehr bereichernder Tag auf den Münchner Wissenschaftstagen abgerundet und alle fuhren zufrieden zurück nach Icking.

Wir danken den Veranstaltern für den erlebnisreichen Workshop.

Sabine Uttenweiler