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Herzlich willkommen am Rainer-Maria-Rilke-Gymnasium Icking

Mehr Natur auf dem Schulgelände

Bienenweide und Blütenpracht

Renaturierung einer Grünfläche

15.05.2018:

Seit 6 Wochen blühen nun auf der renaturierten Fläche vor dem Hauptgebäude verschiedenen Blumen. Die beiden Apfelbäumchen haben nach der Blüte schon Früchte angesetzt. Und auch erste Insekten haben sich eingestellt. Bienen und Bläulinge suchen an den Blüten nach Nektar, jungen Grashüpfern bietet der dichte Pflanzenbewuchs Nahrung, Deckung und Schutz und Blattläuse haben verschiedene Pflanzen als Nahrungsquelle erobert.

Der diesjährige Frühling war für die Entwicklung der neu angelegten Trockenwiese optimal. Viel Sonne und wenig Regen sorgten dafür, dass die für trockene Wiesenstandorte angepassten Pflanzen einen Entwicklungsvorteil hatten. Dazu gehören der aktuell blühende Klatschmohn, die Margeriten, die verschiedenen Wegericharten und der Salbei. Löwenzahn, Günsel, Habichtskraut und Taubenkopfnelken sind schon abgebüht. Beim Natternkopf öffnen sich dagegen erst die ersten Blüten und deuten auf dem Sommeraspekt  der Wiese hin, der sich in den nächsten Wochen entwickeln wird.

15.05.2016: Rückblende 1

Auf der Fläche vor der Schule herrscht biologische Tristesse. Der gerade noch blühende Löwenzahn, die einzige Blütenpflanze auf der Fläche ist dem Rasenmäher bei der ersten Mahd der Fläche zum Opfer gefallen. Die konkurrenzstärkeren Gräser gewinnen ab jetzt die Oberhand, zumindest bis zum nächsten Mal in ca. 8 Wochen gemähdt werden wird. Bienen, Schmetterlinge oder andere Insekten sind nicht zu beobachten. Statt dessen vereinzelt Papierflieger, Pausenbrotverpackungen, verschiedene kaputte Stifte und anderer Müll.

15.05.2017: Rückblende 2

Sechs Schülerinnen und Schüler des P-Seminars „Angewandter Umwelt- und Naturschutz“ jäten die letzten Grassoden aus, die nach dem Umfräsen der Fläche und dem Einarbeiten von 5 Tonnen Sand in die ohnehin schon magere Erde noch an der Oberfläche liegen. Zwei Obstbäume sind schon gepflanzt, je zwei Himbeeren und Johannisbeersträucher ebenso. Am einen Ende der Fläche beginnt einer der Schüler bereits, die mit Sand vermischten Samen gleichmäßig mit der Hand auszusäen. Es folgt das Einrechen und Wässern der Fläche.

Nach einem guten halben Jahr intensiver Vorbereitung mit Entwicklung der Idee, Gesprächen mit der Schulleitung und dem Landratsamt als Sachaufwandsträger (vielen Dank für die großzügige finanzielle Unterstützung) und dem Einholen von Angeboten ist nun der praktische Teil (fast) geschafft. Die heiße und trockene Witterung der nächsten Wochen wird uns zwingen, die Fläche 3 – 4 mal in der Woche zu bewässern.

Doch das Ergebnis ein Jahr später kann sich sehen lassen. Die Trockenwiese hat sich sehr gut entwickelt und wird in den nächsten Jahren nicht nur optisch die Fläche vor dem Schulhaus aufwerten, sondern von Jahr zu Jahr mehr Arten, sei es selten gewordenen Wiesenpflanzen oder den teils vom Aussterben bedrohten Wildbienen, einen neuen Lebensraum bieten. Ein erstes kleines Insektenhotel steht schon, ein größeres soll noch folgen.

Die Fachschaft Biologie